Dienstag, 25. April 2017

Ich bin keine Borderlinerin mehr

Ich dachte, das müsste nach dem letzten Post so in den Blog. Die Diagnose ist weg.

Hallo, neuer Lebensabschnitt.

Kommentare:

  1. Wow, herzlichen Glückwunsch. Ich dachte das trägt man sein ganzes leben mit sich rum, ähnlich wie Ptbs und Co.

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    1. Danke :-*
      Ich raff das selber nicht. Es spricht Einiges für und Einiges gegen die Diagnose. Unter'm Strich hat sich die Psychologin gegen die Diagnose entschieden. Bin offenbar "nur" depri und traumatisiert, aber doch keine Borderlinerin. Ich hoffe, dass sie Recht hat.

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    2. Ahhh die Border Diagnose ist ohne Zusammenhang zum Trauma gestellt worden - na dann is alles klar. Schön für Dich und Du siehst es geht weiter ;)

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  2. wow, geht das? kann man das so ablegen? wie wenn man eine haarfarbe wechselt?
    also nicht, dass ich viel auf diagnosen geben würde. bei mir stellt ja auch jeder was anderes fest (depression, borderline, bipolar, ads, burnout). ist immer lustig, wenn ich therapeuten damit konfrontiere. ;) dann wird immer groß geguckt.

    im moment hab ich eine ganz vernünftige psychologin, die mir erstmal gar keine diagnose aufs auge drücken will, nachdem ich auch habe durchblicken lassen, dass ich das ganze nicht mehr ernst nehmen kann, denn würde ich zum tierarzt gehen, würde der wahrscheinlich sagen, ich sei ein karpfen. oder ein chamäleon. :D

    ich selber bin immer zwiegespalten. ich verstehe, dass eine diagnose ein hilfsmittel für behandler ist, eine therapie auszuwählen, die mit einiger wahrscheinlich anschlägt. zum anderen verdeckt die diagnose aber auch die komplexität des charakters, der ja per se keine krankheit ist, sondern einfach nur eigen. ich hab da immer sorge, dass was übersehen wird, und wenn die diagnose nicht zutreffend ist (charakter ist ja immer ein prozess und in 25 oder mehr therapiestunden werden selbstredend nur ausschnitte präsentiert), wird sogar ganz viel übersehen.

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    1. Also ich hab nach euren Rückmeldungen mittlerweile echte Zweifel. Sie sagte mir noch, viele seien zu vorschnell mit den Diagnosen. Ich wurde allerdings schon mehrfach als Borderliner diagnostiziert. Sollen die alle geirrt haben? Oder bin ich viell. nur noch nahe dran statt dabei.
      Ein großes Fragezeichen. Dieser Diagnosekram kann einen echt kirre machen, vor allem, wenn es nicht so eindeutig ist und zu mehreren Problemen passt..


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    2. meine psychiaterin in der klinik sagt, dass borderline sich im laufe des lebens ein wenig von selbst gäbe und die symptome weniger werden. also maybe baby "heilt" sich das tatsächlich teils von selbst. bzw. wie ich vermute, so ein charakter ist eben ein prozess. an mir beobachte ich, dass ich definitiv bestimmte besonders riskante sachen nicht mehr mache, sondern regelrecht angst davor habe. altersweisheit. ;)

      für mich selbst ist es nicht mehr wichtig, was ich bin, weil "ich" eben kein zustand ist. wichtig allein ist, dass ich lerne, wie ich klarkomme, wie ich wut und erregung kanalisiere und in anspannungsphasen aus dem autopilot-modus komme.

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